Da war ja noch unser Luftentfeuchter vom ersten Kellertrockenlegungsversuch übrig geblieben, der schon seit geraumer Zeit auf sein Comback als Teil unserer "intelligenten" Kellerbelüftung wartete. Man erinnere sich: die jetzige Steuerung lüftet immer nur dann, wenn es draußen absolut trockener ist als drinnen. Zusätzlich ist eine Funktion vorgesehen, bei Überschreitung eines Maximalwertes für die Luftfeuchtigkeit auch einen elektrischen Luftentfeuchter einzuschalten, wenn nach obiger Regel gerade nicht gelüftet werden darf. Leider habe ich feststellen müssen, dass es zumindest in der Baumarktklasse unter 200,- Euro praktisch keine Luftentfeuchter zu geben scheint, die sich einfach so an einem externen Hygrostaten bzw. einer Funkschaltsteckdose betreiben ließen. Alle mir bekannten Geräte verfügen nämlich selbst schon über soviel eingebaute Intelligenz, dass sie nach Wegfall und Wiederkehr der Netzspannung den vorherigen Betriebsmodus weder merken noch fortsetzen. Unser Luftentfeuchter war auch so einer - hergestellt für die BAHAG AG Mannheim. Eigentlich ist das ja eine Art von Sicherheitsfunktion für den Fall eines Stromausfalles. Nichts anderes macht aber auch eine Funkschaltsteckdose aus dem FS20-System - Netzspannung kappen, Netzspannung wieder anlegen. Auf die Art könnte man das Gerät im besten Fall genau einmal ausschalten. Blöd.Ich hatte schon überlegt, dem Gerät vielleicht einen zweiten Mikrocontroller zu spendieren, der nach dem Einschalten der Netzspannung automatisch die drei Tastendrücke simuliert, um den Trockner auch softwaremäßig "einzuschalten" und das richtige Programm einzulegen. Aber die Idee schien mir irgendwie nicht so doll.
Die jetzige Lösung ist deutlich pragmatischer, einfacher, flexibler und vor allem vollständig reversibel: Ich habe einfach die Stromschiene für Kältekompressor, Magnetventil und Ventilator auf der Steuerplatine aufgetrennt und dort einen externen FS20-Funkschalter eingeschleift. So kann ich den Trockner ganz normal an die Steckdose hängen, das Wunschprogramm Extratrocken wählen und der eingebaute Mikrocontroller "denkt" weiterhin, er könne schalten und walten wie er wolle. Kann er so natürlich nicht, denn die Oberhand hat der externe Funkschalter, der erst auf Kommando von der übergeordneten Steuerung (Fs20 LES) den Saft für Kompressor und Ventilator freigibt. Das Ganze kann natürlich nur unter der Prämisse funktionieren, dass die eingebaute "Intelligenz" des Luftentfeuchters ausreichend gering ist, und keine Timeouts oder ähnliche Prozeduren kennt, die mir einen Strich durch die Rechnung machen könnten. Aber davon meine ich, kann man bei einem Gerät dieser Kategorie getrost ausgehen.

Steuerplatine mit Netzteil, Mikrocontroller, 4x Printrelais für Kompressor-, Magnetventil- und zweistufige Ventilatorsteuerung, Anschlüsse für Temperatur- und Feuchtefühler, Bedienpanel und Schwimmerschalter für den Wassertank.

Stromschiene (Leiterbahn) zwischen Einspeisung und den Relais aufgetrennt, Kabel angelötet.

Kabel zu ext. Funkschalter mit sep. Speisung geführt. Fertig (Bild oben).

