Heute kam ein netter Herr vorbei, der uns darauf aufmerksam machte, dass an unserem Dach ein paar Ziegel beschädigt wären und hier oder dort am First auch der Mörtel bröckelig wäre. Wenn man da nicht bald was unternehme, würde es wohl irgendwann reinregnen. Zufällig wäre er ja Meister bei einem Dachdecker-Innungsbetrieb und die hätten sowieso gerade in der Gegend zu tun, da könne man gleich morgen für wenige Euro die Ziegel tauschen und den First beiarbeiten...Was so scheinbar harmlos anfängt ist eine bekannte Masche sogenannter DachHaie, vor denen so ziemlich jede Innung ausdrücklich warnt, weil die finanziellen Folgen oft unvorhersehbar sein können. Nachzulesen gibt's das etwa hier, hier oder hier. Sogar ein DachHaie-Flyer ist verfügbar.
Die wesentlichen Tipps in konzentrierter Form:
- Falls man sich doch hat überreden lassen, gilt für Haustürgeschäfte ein 14-tägiges Widerrufsrecht laut §§ 312, 355 ff. BGB. Man sollte dann auch besser sofort widerrufen, weil die Haie gerne etwas früher wiederkommen.
- Prophylaktisch sollte man der Firma auch gleich ein deutliches Haus- und Grundstücksverbot erteilen und ggf. die Polizei wegen Betrugsverdachts hinzuschalten.
- Wer sich Innungsbetrieb nennt, der macht sowas nicht. Über seriöse Betriebe erteilt die Innung selbstverständlich gerne Auskunft - einfach mal anrufen.

1 Kommentare:
Zwischenzeitlich haben drei mir völlig suspekte Individuen diesen Post und die Anonymität im Web zum Anlass genommen, der Welt erneut ein Denkmal völligen menschlichen Versagens zu hinterlassen. Da die entsprechenden Kommentare weder in einem direkten Zusammenhang mit diesem Blog standen, noch von großer geistiger Brillanz zeugten, habe ich die entsprechenden Einträge entfernt. Ferner distanziere ich mich ausdrücklich von allen darin enthaltenen Aussagen. In meinem Blog ist weder Platz für Denunzianten, noch ist die ungehemmte Zurschaustellung legasthenischer Auswüchse erwünscht.
In diesem Sinne,
geht und streitet Euch an einem anderen Ort!
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